Archiv der Kategorie: Straßenrennsport

Sarah und Samuel Kemm beim DM-Zeitfahren

Samuel Kemm ging letzte Woche in Langenhagen bei der DM im Einzelzeitfahren über 10,4 km an den Start. Mit einer Gesamtzeit von 15:22,02 min und einem Schnitt von 40,6 km/h konnte er seine persönlichen Bestleistung abrufen. Er hatte im Ziel nur 1:49 min. Rückstand auf den Sieger, lag aber im eng platzierten Fahrerfeld nur auf Platz 61 von über 100 Startern. Tolle Leistung !

Eine Woche zuvor fuhr Sarah Kemm mit dem Landesverband nach Genthin zur DM im Paarzeitfahren. Mit Caroline Köhler fuhr sie im Team und beide waren bestens vorbereitet. Leider beschlug im Wettkampf das Visier von Sarahs Zeitfahrhelm und schränkte ihre Sicht stark ein. Bei der Wende fuhr sie auf Caroline auf und touchierte das Hinterrad ihrer Partnerin. Die beiden konnten die Fahrt zwar wieder aufnehmen, aber durch den Sturz verloren sie leider sehr viel Zeit. So hieß es am Ende Platz 15 für die Beiden mit einem Schnitt von 33,9 km/h.

Sarah und Samuel konnten wichtige Erfahrungen mitnehmen und haben den Vorteil, dass sie als Erstjährige nächstes Jahr eine weitere Chance in ihrer Altersklasse haben.

In den nächsten Wochen stehen noch ein paar Straßenrennen in der Region an, bei der unsere Jugendfahrer am Start stehen werden.

Zweimal Podium und zweimal Top 10 in Bornheim

Beim Großen Preis der Hornbach AG in Bornheim standen am 5.9.2021 vier unserer Fahrer am Start.

Die Schüler U11 mussten die 1,4 km flache Runde 5 Mal fahren. Für sie ging es statt des angekündigten Kriteriums in einem Rundstreckenrennen um den Sieg im Zieleinlauf. Finn Ostermeier zeigte eine tolle kämpferische Leistung und spannte sich sehr oft als Zugpferd vor die Gruppe. Nur einen Fahrer musste er ziehen lassen. In der letzten Runde waren es dann drei Fahrer, die um die weiteren Podiumsplätze sprinteten. Finn hatte sich zuvor wohl etwas zu viel verausgabt und so musste er im Zielsprint noch einen Fahrer an sich vorbei lassen. Er erzielte den 3. Platz und wurde mit einem tollen Präsentkorb belohnt.

Im darauf folgenden Rennen gingen die U15er über 15 Runden mit gleich drei Linkenheimer Fahrern an den Start. Moritz Tusint, Emil Oechsler und David Heckfuß mussten sich in diesem Kriterium der Konkurrenz stellen. Durch die Punkte- und zusätzliche Prämien-Runden wurde das Rennen spannend und schnell gehalten. Immer wieder wurde bei der Zieldurchfahrt gesprintet. David bestritt sein allererstes Lizenz-Rennen und konnten den ständigen Tempoverschärfungen leider schnell nicht mehr folgen. Er musste sich somit allein Runde für Runde durchbeißen und bewies dabei wirklich Kampfgeist.

Moritz und Emil taktierten hingegen vorn im Feld und man musste wirklich gut mitschreiben, um die ersprinteten Punkte zusammen zu zählen. Mal führte Moritz, mal Emil, aber auch die Konkurrenz holte sich wichtige Punkte. Am Ende hieß es Platz 3 für Emil mit einem Punkt Vorsprung vor Moritz, der somit einen tollen 4 Platz erzielte. David folgte kurz darauf mit Platz 7.

Eine tolle Leistung aller Fahrer. Herzlichen Glückwunsch!

Finn Ostermeier zum ersten Mal auf dem Podium

Am Sonntag, den 29.8.2021, fand das Radrennen auf dem sehr anspruchsvollen Kurs in Dierbach statt. Bei der U11 ging Finn Ostermeier an den Start und verpasste gleich zu Beginn den Anschluss. Im ersten Anstieg kämpfte er sich alleine durch und wurde damit belohnt, dass er oben am Berg den wieder an zwei Fahrer aufschließen konnte. Er erholte sich kurz im Windschatten um dann die Lücke nach vorn zu schließen. Ihm gelang es an seinen Mitstreiter und Freund Jonas aufzufahren, der zu diesem Zweitpunkt an zweiter Stelle fuhr. Der spätere Sieger war schon uneinholbar davon gefahren und so fuhren Finn und Jonas gemeinsam Richtung Ziel. Finn reichte die Kraft im Sprint nicht mehr aus und er erzielte einen tollen 3. Platz hinter Jonas.
Herzlichen Glückwunsch Finn!

Im Rennen der U15 ging Emil Oechsler an den Start. Das Rennen ging über 31 km und so musste er sich einige Male den harten Berg herauf kämpfen. In einem starken Fahrerfeld erzielte er einen guten 8. Platz.

Andreas Braun wird 3. bei den Landesmeisterschaften auf der Straße

Am 15.8.2021 konnten endlich Deutschen Meisterschaften der Senioren beim Rennen in Plattenhardt ausgetragen werden. Auf dem 2 Kilometer langen Rundkurs, der 20 Mal bewältigt werden musste, waren gute Kletterkünste gefragt. Auf den letzten 500 Metern zum Ziel gab es einen Anstieg mit 40 Höhenmetern zu bewältigen. Das Feld fiel bereits früh in kleine Gruppen auseinander. Ande kam als fünfter ins Ziel und da zwei vor ihm platzierte Fahrer nicht aus Baden-Württemberg kamen, schaffte es Ande aufs Treppchen der Meisterschaft und wurde hier Dritter. Glücklich nahm er die Bronzemedaille entgegen. Herzlichen Glückwunsch Ande!

Samuel Kemm, unser U17-Fahrer startete mit den Amateuren gemeinsam in einem Rennen. Er und weitere Jugendfahrer konnten sich vom großen Fahrerfeld absetzen. Im Anstieg zeigte Samuel seinen Kampfgeist und erzielte einen tollen 7.Platz.

Ausblick unserer Fahrer:
Samuel Kemm wurde für die Deutsche Meisterschaften im Einzelzeitfahren in Langenhagen nominiert. Seine Schwester Sarah startet hingegen bei der DM im Paarzeitfahren in Genthin. Wir wünschen beiden Fahrern viel Erfolg und drücken die Daumen!

Ehrung für besondere Leistungen

Die Radsportsaison im Jahr 2021 lief wegen der Corona-Einschränkungen nur sehr schleppend an. Anfangs gab es gar keine Rennen, da diese unter den hohen Auflagen nicht durchzuführen waren. Viele Ausrichter schrecken auch jetzt noch davor zurück, ein Rennen auszutragen.

Daher ging es auch ohne große Rennvorbereitung direkt in die Highlights der Saison. Die Deutsche Meisterschaft auf der Straße wurde im nahe gelegenen Bolanden in der Pfalz ausgetragen, an der Samuel Kemm, Sarah Kemm, Max Helwing, Moritz Tusint und Emil Oechsler teilnahmen. Alle Badenianer zeigten eine tolle kämpferische Leistung in den sehr großen Starterfeldern.

Eine Woche später fand die Deutsche Meisterschaft auf der Bahn in Köln statt. Samuel Kemm bestritt dort mehrere Starts in unterschiedlichen Disziplinen, die von Mittwoch bis Sonntag stattfanden. Dort konnte er ebenfalls einige gute Akzepte setzen und wichtige Erfahrung sammeln.

Kurz darauf folgte schon die Baden-Württembergische Zeitfahr-Meisterschaft auf der Bahn in Singen. Dort fanden die Disziplinen 500m-Sprint, 2000m-Einerverfolgung und Punktefahren statt. Unsere Fahrer konnten hier einige Medaillen mit nach Hause bringen. Am Start für den RV Badenia Linkenheim waren Maksima Müller, Samuel Kemm, Sarah Kemm, Emil Oechsler und Moritz Tusint.

Für die besonderen Leistungen wurde diesen 6 Fahrern nun Wertgutscheine von LUCKY BIKE Karlsruhe übergeben, bei denen wir uns ganz herzlich bedanken möchten.

Radklassiker in Reute am 25.7.2021

Vergangenen Sonntag fand der Radklassiker in Reute – ein sehr bekannten und beliebtes Rundstreckenrennen – auf dem Progamm. Die Strecke geht durch 2 Ortschaften und über die Landstraßen und ist ein flaches und schnelles Rennen.

In der U17 belegte Samuel Kemm einen guten 15. Platz in einem stark besetzten Feld. Nachdem ihm die Taktiererei und das zwischenzeitliche Bummeln in der Gruppe zu bunt wurde, spannte er sich in der viertletzten Runde vor das Feld und brachte es auf Tempo. In der Schlussrunde schaffte er es zwar noch als erster durch die Zielkurve, konnte aber im langen Zielsprint keinen Nutzen für sich erzielen. Er war mit seinem Ergebnis jedoch zufrieden und nahm es als Vorbereitung für die weiteren Saisonhöhepunkte.

Emil Oechsler und Moritz Tusin fuhren im U15-Rennen über 38 km. Sie zeigten stets Kämpfergeist und bewegten sich gut im Feld. Moritz gab im Zielsprint noch mal alles und so konnte er für sich einen tollen 9. Platz verbuchen. Emil kam kurz dahinter auf Platz 16. ins Ziel. Die Zeit lag bei 1:03,36 h.

Und auch in der U11 hatten wir einen Rennfahrer dabei. Finn Ostermeier startete trotz Verletzungen der Vorwoche und kam sehr gut im Feld mit. Im Zielsprint biss er auf die Zähne und so kam er auf den 5. Platz und verfehlte nur um eine Radlänge das Podest.

Niklas und Sven beim Paarzeitfahren der RSG Ried Rastatt

Am 22.7.2021 19 Uhr fiel der Startschuss für das von der RSG Ried Rastatt e.V. organisierte, traditionelle Paarzeitfahren an der Staustufe Iffezheim. 41 Paare (Männer, Frauen, Mixed) standen am „Rheinstüble“, dem offiziellen Starthaus – so auch Niklas Denker und Sven Wagner von der RV Badenia. Im Abstand von wenigen Minuten ging es paarweise los und ab 19:36 Uhr waren wir auf der 27 km langen, hauptsächlich flachen Strecke.

Mit viel Ehrgeiz und Druck auf den Pedalen ging es Richtung Norden, immer dem Rheindamm entlang. Strategisch hatten sich die beiden auf einen 3 Tage vorher „einstudiertes“ Wechselsystem festgelegt: alle 30-45 Sek. übernimmt der Partner und wer vorne ist, drückt was er kann.

Nach 13,4 km war der Wendepunkt erreicht und unsere Fahrer hofften auf ein wenig Rückenwind Rheinabwärts – Pustekuchen, er kam leicht von vorne. Jetzt war die Extraportion Watt gefragt: Niklas hatte das bessere Frühstück und konnte Sven zwischenzeitlich für ein paar Minuten durchschnaufen lassen. Das gelang und mit gegenseitiger Anfeuerung drückten die beiden weiter auf’s Gaspedal und kamen nach 38 Minuten und 36 Sekunden und einem Schnitt von 41,5 km/h ins Ziel.

Nach Berücksichtigung aller Bonus- und Malus-Sekunden erreichte unsere Paarung eine Brutto-Zeit von 39:10 und damit die 30. schnellste Zeit. Im offiziellen Endergebnis bedeutete die den 32. Platz, da die 2 nachfolgenden Teams netto noch schneller waren. Unter Berücksichtigung der reinen Nettozahlen, landeten unsere Starter auf Platz 23 – ohne Zeitfahrrad, Auflieger und sonstigem Aero-Schnick-Schnack sicherlich eine gute Leistung, die sich ausbauen lässt!

Gebrüder Moos Gedächtnisrennen am 18.07.2021

Einen Tag nach den Baden-Württembergischen Meisterschaften auf der Bahn fand in Frankfurt-Eschborn das durch Corona bereits verschobene Straßenrennen “Rund um den roten Stuhl” statt.

Die Schüler der Klasse U11 hatten einen Rundkurs von insgesamt 14 km zu bewältigen. In der dritten Runde gab es einen Sturz, in den leider auch Finn Ostermeier verwickelt war. Er kam zu Fall, konnte aber gleich weiter fahren. Am Ende schaffte er es noch, einen tollen 6. Platz heraus zu fahren.

Sarah Kemm startete gemeinsam mit den Schülern der U13 über insgemt 19 km. Sie fuhr in der Spitze vorn mit. Nur eine Konkurrentin konnte sich klar vom Feld absetzen und holte sich bei den Wertungen jeweils die vollen Punkte. Auf der Zielgeraden führte Sarah das Feld an, kam als zweite über die Ziellinie und holte sich damit wertvolle Punkte. Mit Platz 4 verpasste sie ganz knapp das Podium.

Im Rennen der U17 ging Samuel Kemm an den Start. 33 km galt es zu fahren. Es war ein turbulentes und von ständigen Attacken geprägtes Rennen. Im Zielsprint fuhr Samuel als 5. über die Linie und bekam so leider keine Punkte mehr. Am Ende reichte es noch für einen guten 10. Platz, da die zuvor ersprinteten Punkte unter mehreren Fahrern aufgeteilt wurden. Die U17 fuhr die 33 km in 56:20 min.

Badenia-Rennfahrer beim Ultracycling Dolometica

Die Radmarathon-Szene ist in den Alpen zu Hause. Hierzulande gibt es nur wenige Events, die sich vielleicht ansatzweise vergleichen ließen. Ein ganz dickes Brett bohrte unser Fahrer Sven Wagner mit seiner Teilnahme beim Ultracycling Dolomitica Race across the Dolomites in Italien:

“Am besten lässt sich mein Wochenende vom 9.-11. Juli 2021 so beschreiben: „… und während Villarriba schon im Ziel feiert, werden in Villabajo noch Kilometer geschrubbt …“. Warum? Weil das seit ein paar Jahren an der Südspitze der Dolomiten startende Ultracycling Event drei Längen zur Auswahl hat: 700, 380 und 180 km.

Um mich vorsichtig an Region, Distanz und Höhenprofil zu gewöhnen, hatte ich mich für die 180 km angemeldet. Ich kannte das Event aus dem Vorjahr durch den fulminanten Sieg von Robert Müller (Veloclub Ratisbona e.V.) auf der 700er-Runde in der Self-Supporter Kategorie. Hier musst du ohne Begleitfahrzeug auskommen und hast nur an drei Checkpoints die Chance auf Kleidung und organisierte Versorgung. Als mir dann im Frühjahr Kerstin Pöhl (Team Stuttgart / Canyon ESport Team) anbot, sie zu diesem Event zu begleiten – auch sie war für die 700er-Runde gemeldet – wurde es ernst.

Meine Anreise an den Start- und Zielort Vittorio Veneto war am Freitag. Mein Abfahrtszeitpunkt in Baden war damit zeitgleich mit dem Start der RadsportlerInnen in Italien, die sich für die 700er-Runde gemeldet hatten. Diejenigen, die sich für die 380er-Runde entschieden hatten, rollten ab ca. 20:30 Uhr am Freitag-Abend von der Startrampe. Mein Countdown begann am Samstag-Morgen zu ticken. 9:30 Uhr ging es für die AthletInnen der 180er-Runde los. Immer in 3-Minuten-Abstand. Vorher schnell ein Interview mit Roberto Picco – dem Organisator dieses Rennens – auf der Bühne, Countdown und Abfahrt.

Durch Straßensperrungen wurde die Runde etwas kompakter, was die Länge und die zu absolvierenden Höhenmeter angeht. Offizielle Verpflegungsstellen gab es nicht. So war man eigentlich auf jeden Brunnen oder andere Wasserquellen angewiesen. Aber: durch die ausgeklügelte Streckenführung von 700er-, 380er- und 180er-Runde waren „die Offziellen“ mit Auto und Motorrädern sehr häufig bei den Fahrern und ich konnte immer Wasser nachtanken.

Die Highlights meiner Strecke waren die herrlichen „Prosecco Hills“ der „Passo San Boldo“ und der „Passo Duran“ sowie die abschließende Auffahrt auf die Hochebene „Cansiglio“. Am Ende hatte ich 164 km und 3.200 hm auf der Uhr, die bei 7 Stunden und 3 Minuten stoppte und mir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 24 km/h in der reinen Bewegungszeit von 6 Stunden 50 Minten zeigte. Damit kam ich absolut zufrieden ins Ziel und belegte den 7. Platz in der AK unter 50. Nachfolgend ein paar Impressionen:

Hinweis am Rande für diejenigen, die Bereits einen Rad-Marathon mitgefahren sind: Bei diesem Event ist Windschatten oder Gruppefahren nicht erlaubt. Durch den Start im 3 Minutenabstand ist jeder für sich auf der Strecke und angehalten, jegliches Überholen mit Abstand umzusetzen – Ehrensache.

Sportliche Grüße,
Euer Sven”

Erstes Linzenzrennen von Finn Ostermeier

Finn wartete schon lange auf sein erstes Lizenzrennen. Endlich war es soweit! In Ravensburg startete er beim Altstadtrennen in der U11 mit weiteren 13 Jungs und einigen Mädchen.

Alle waren sehr nervös und auch Finn merkte man die Anspannung an. Auf dem überwiegend gepflasterten Kurs wurde in der ansteigenden Start- und Zielgerade gestartet.

Sechs Fahrer konnten sich gleich nach dem Start bis zur Kuppe absetzen. Finn verpasst leider den Anschluss, kämpfte sich dann aber Runde für Runde nach vorne.

Da er einige Fahrer hinter sich ließ musste er seine Runden fast ganz alleine fahren. Durch Taktieren der Spitze gelang es Finn im einsamen Kampf sogar den Abstand noch etwas zu verkürzen, jedoch reichte es nicht, den Anschluss wieder herzustellen.

Finn hielt seine Rundenzeit fast konstant und kam nur knapp 40 s nach der Spitzengruppe als stolzer 7. ins Ziel.

Herzlichen Glückwunsch Finn zu diesem Erfolg!